Bei ihrer ersten Regatta bewies unsere Mannschaft Ausdauer, Segelgeschick und Zusammenarbeit
Premiere für das neu gegründete Regatta-Team unseres Segelvereins SAIL e.V..
Nach nur drei gemeinsamen Trainingseinheiten ging die sechsköpfige Crew, bestehend aus Marco, Harry, Andreas, Marlene, Ulrike und Nadine, am vergangenen Wochenende beim 24-Stunden-Segeln an den Start – und kam nicht nur mit einem respektablen Ergebnis, sondern vor allem als ein eingespieltes Team zurück.
Vom Start in Möltenort am Freitag Abend bei guten Segelbedingungen (Wind aus West mit ca. 20 Knoten) führte die Regatta durch die Nacht zunächst hinaus auf die Ostsee. Es musste eine zuvor ausgeloste Gefahrentonne südöstlich von Langeland angesteuert und umfahren werden. Dort kam das Team der Kick um 0:24 Uhr als Viertes an.
Nun sollten weitere Seemeilen gesammelt werden. Unter Mondschein ging es über Bagenkop (Langeland) nach Marstal (Ærø), wo die Crew zusätzliche Hafenboni sammeln konnte. Pro Anlegemanöver in einem Hafen (mit übersendetem Foto, dass das Boot mit mindestens zwei Leinen richtig
festgemacht ist) erhielt jedes Team vier Seemeilen zusätzlich. Dabei mussten die Häfen mindestens vier Seemeilen (nach Karte, nicht Segelkurs)
auseinanderliegen. Es ging also auch um viel taktisches Geschick. Bei den Recherchen zu den Ergebnissen aus den Vorjahren waren immer die Teams
vorne platziert, die sowohl Meilen zurücklegten als auch auf Hafenboni setzten.
Das wollten wir uns also keineswegs entgehen lassen. Nach einem fabelhaften Sonnenaufgang bei Ærø herrschte zunächst Flaute, welche die wache Besatzung zum Baden nutzte. Der Rest schlief unter Deck. Das Wetter in diesen 24 Stunden erforderte teilweise etwas Geduld und Ausdauer. Aber auch das ist eben Regattasegeln. Nach Auffrischen des Windes setze die Crew das Gennaker und nahm Kurs auf
ie Kieler Bucht. Den Wind wieder zu spüren, tat richtig gut. Ein Aufatmen.
Und unsere Kick gleitete mit Leichtigkeit durchs Wasser – mit guten 7 Knoten über Grund.
Zunächst steuerten wir den Hafen von Wendtorf an. Danach nahmen wir unter dem Spi Kurs auf Strande. Ursprünglich wollten wir noch Stickenhörn anlaufen, entschieden uns jedoch aufgrund des wenigen Windes in der Kieler Förde dazu lieber etwas in der Kieler Bucht im Wind aus Ost-Südost zu kreuzen, um weitere Seemeilen zu machen. Kleiner Spaß am Rande: wir haben als einziges Team sowohl Gennaker und
Spinnaker gemeldet, was uns etwas Abzug gekostet hatte, jedoch der Segelspaß wieder rausholte. Wir konnten so während der Regatta weiter das Setzen und Bergen beider Segel trainieren. Und tatsächlich brauchten wir beide Segel auch einfach mehrfach. Hat sich also gelohnt.
Beim Kurs auf das Ziel haben wir uns riesig gefreut, dass uns Karl, Matthias und Ida mit der Xenia begrüßt haben. Das war fast schon etwas emotional. Ein Empfangskomitee wie für die Großen.
Um 19.02 Uhr haben wir dann pünktlich das Ziel in Mönkeberg erreicht. Nach 113,60 gesegelten Seemeilen, abzüglich Yardstick 96,56 berechneten
Seemeilen plus 16 Meilen Hafenboni kam das Team auf das Endergebnis von 112,56 Seemeilen. Platz drei in ihrer Gruppe.
Das erste 24-Stunden-Segeln hat der Crew weitaus mehr gebracht als Seemeilen: bessere Abläufe, mehr Vertrauen, echtes Zusammenspiel und 24
unvergessliche Stunden auf dem Wasser.








